Nicht nur Triathlon aus Leidenschaft...

Ausdauerleistungsverein (ALV) Mainz e.V.

Deutsche Meisterschaften Cross-Duathlon in Trier

Am 17.03. versammelte sich die deutsche Cross-Duathlon-Elite in Trier um sich dort eine Schlammschlacht zu liefern und gleichzeitig den Wettkampf um den ersten deutschen Meistertitel der DTU des Jahres 2019 (Elite und Altersklassen) auszutragen. Da durften auch die nicht ganz so elitären, aber zumindest AK Athleten des ALV Mainz nicht fehlen.

Winfrid holte mich um halb elf, eine moderate Zeit für einen Start in einen langen Tag, ab. Wir fuhren im strömenden Regen nach Trier und Winfrid äußerte schon leise Zweifel, ob er denn bei dem Wetter überhaupt an den Start gehen möchte. Da hatte ich es leichter. Letztes Jahr hatte ich Trier bei Schnee und 4 Grad Celsius überstanden, da konnte es doch nur besser werden.

Pünktlich zum Start um halb eins kam dann auch die Sonne raus und die Teilnehmer der Deutschen, und zugleich auch Rheinland-Pfalz-Meisterschaften wurden auf die Strecke geschickt: 5km Crosslauf, 25km Mountainbike mit knapp 900 Höhenmetern (Schlammsurfen und Fango gratis) und einem abschließenden 2,5km Lauf.

Kurz nach dem Start waren schon die neuen Schuhe dreckig. Das sollte man nie machen, mit neuen Sohlen da in dem Trierer Lehm rumlaufen, aber die alten hatten halt keine Cross-tauglichen Sohlen mehr. Ich versuchte an Sara-Diane Gorges dranzubleiben, da ein AK Sieg nur über sie gehen würde. Etwa 2,5 Kilometer lang klappte das auch, dann musste ich einsehen, dass ich das Tempo nicht halten kann und mich nur kaputt machen würde. So drosselte ich das Tempo auf mein Tempo, kam mit 30 Sekunden Rückstand in die Wechselzone und los gings mit dem ersten Anstieg. Auf dem Rad lief es gut, ich konnte insbesondere in den schlammigen Abfahrten und den Steilstücken Plätze gut machen, wenngleich die Strecke deutlich langsamer als im trockenen Zustand war. Auf der letzten Radrunde ereilte mich noch ein Graupelschauer. War mir vorher noch eher zu warm gewesen – jetzt nicht mehr! Ich war heilfroh, eine Viertelstunde später nass und durchgefroren endlich vom Rad steigen zu dürfen. Beim abschließenden Lauf war keine Frau mehr in Sicht, weder vor mir noch hinter mir, so dass ich nicht mehr an die absolute Grenze gehen musste.

Winfrid kam 20 Minuten nach mir ins Ziel, dreckig, wieder aufgetaut und geschafft aber zufrieden die Herausforderung angesichts seines erst kürzlich verheilten Muskelfaserrisses gemeistert zu haben. Als Belohnung gab es den zehnten Gesamtplatz bei den Frauen der Deutschen Meisterschaften (inkl. Elite) und den Vizetitel in der AK. Bei den Rheinland-Pfalz-Meisterschaften konnte ich die AK gewinnen und den zweiten Platz Gesamt einfahren. Winfrid wurde achter seiner AK bei der Deutschen und dritter seiner AK bei den Rheinland-Pfalz-Meisterschaften. Drei Medaillen für den ALV – so kann die Saison weitergehen!

Dorothee Richters