Nicht nur Triathlon aus Leidenschaft...

Ausdauerleistungsverein (ALV) Mainz e.V.

Ein Nikolaus-Duathlon zum Winteranfang

Als Doro und ich uns im September für eine Staffel beim Nikolaus-Duathlon anmeldeten, hatten wir nicht im Blick, wie kalt es im Dezember werden kann. Als ich am Sonntagmorgen auf das Thermometer schaute, war es um die null Grad, was sich viel zu kalt zum Laufen anfühlte. Aber, gemeldet ist gemeldet und unser Ziel war kein geringeres als ein Platz auf dem Podium! In Frankfurt war es dann noch ein bisschen kälter, aber die Renn-Laune kam langsam auf. Unsere Zuversicht unser Ziel „aufs Podium“ zu schaffen stieg, als wir feststellten, dass es nur drei gemeldete Frauen-Staffeln gab. Ziel Nr.1 hatte sich damit quasi schon erfüllt. Um halb elf ging es dann an die Startlinie und den Startschuss gab natürlich der Nikolaus persönlich. Die ersten 200 Meter fühlten sich meine Beine gar nicht gut an und kurz überlegte ich einfach umzudrehen, doch nach 200 weiteren Metern und wärmeren Muskeln ging dann jeder Schritt besser. Die Strecke führte erst ein kurzes Stück durch den Nidda-Park, dann in ein Waldstück und zurück. Die insgesamt 2500 Meter liefen dann doch besser als gedacht, wenn auch weit entfernt von meiner Zielzeit, die ich mir bei der Anmeldung im September vorgestellt hatte. Mit Blick auf das nahende Stadion, wo Doro in der Wechselzone wartete gab ich dann doch noch einmal etwas Gas und übergab unsere Startnummer.

Während Caro ihre 2,5 Kilometer abspulte, checkte ich erstmal die anderen Staffeln aus. Da ich die einzige mit Cyclocrosser und auch deutlich die erfahrenste Radfahrerin war, rechnete ich mir da schon gute Chancen auf „ganz oben“ auf dem Podium aus. Nebenbei musste ich aber schauen, dass mir nicht zu kalt wird und die Erfahrung machen, dass man sich in Radschuhen ganz schlecht auf angefrorenem Boden warmlaufen kann. Als Caro dann als erste Frau um die Ecke bog, schnappte ich mir die Startnummer und mein Rad und lief zum Radaufstieg. Mit dem Crosser war ich noch nie im Wettkampf gefahren, was sich darin zeigte, dass ich erstmal austesten musste, wie schnell man mit dem Ding unfallfrei um die Kurve kommt. Gesteigert wurde dieses Vergnügen noch durch nasses Laub auf der Strecke, angefrorene Pfützen in den Kurven und eiskalte Finger. Zumindest letzteres wurde auf der zweiten 7,5 Kilometer Runde besser, zudem fand ich eine gute Gruppe. Für mich dann doch ein bisschen überraschend war die Tatsache, dass ich nach 32:33 Minuten die 15km absolviert hatte, immerhin ein 27,64er Schnitt. Damit war mein Tagessoll erfüllt und ich schickte Caro als führende Damen-Staffel-Frau auf ihre abschließenden Kilometer.

Während Doro sich auf das Rad schwang, setzte ich meine Trabrunden im Stadion fort, um warm zu bleiben. Nach einigen Runden wurden dann jedoch die Beine schwer –die hatten das Post-Marathon-Syndrom wohl noch nicht überwunden- und ich entschied mich für eine Pause bis Doro zurückkam. Das solle ja nicht mehr lange dauern.  Durch unsere Mitstarter in der Ecke der Staffeln war das Warten dann sehr kurzweilig und Doro kehrte –wie erwartet- als erste Frau von der Radstrecke zurück. Nun musste ich die nun bekannte Runde noch einmal drehen. Mit warmen Muskeln ging das auch besser als bei der ersten Runde. Mit unserem Vorsprung hatte ich eine gute Position, doch irgendwie wollte ich dann doch eine gute Zeit herausholen. Zurück im Station wartete Doro schon auf mich und wir liefen zusammen ins Ziel zum ersehnten warmen Tee und natürlich Schoko-Nikolaus!!

Das Duschen schenkten wir uns aufgrund der Tatsache, dass das Wasser nicht ganz so warm war und machten uns nur kurz frisch, denn es sollte ja schon bald die Siegerehrung losgehen. Angedacht war 12h30. Um 12h30 wurde dann ein Schild ausgehängt, dass es erst um 13h losgehe. Ok, wir warten. Aber erst um 13h wurden die Ergebnisse veröffentlich, was dann zu einer weiteren halben Stunde Wartezeit wegen Einspruchsfrist führte. Wir überlegten heim zu fahren, aber so unhöflich wollten wir dann doch nicht sein. Außerdem fanden wir interessante Gesprächspartner, die die Zeit gefühlt schneller vergehen ließen. Als dann um 13h30 der Einspruch kam, war wir kurz davor, doch zu fahren. Aber wir konnten dann zum Glück den Veranstalter überreden, die Staffelehrung schon durchzuführen, so heimsten wir noch Geschenke und Händedrücke ein und dann ging‘s endlich auf die wohlverdiente Couch.

 

Ergebnisse der ALV Starter:

Caroline Marx und Dorothee Richters 56:56,5 Minuten, 4. Staffel gesamt, 1. Frauen-Staffel

Zoë Holland-Cunz und Lorena Heckens 1:08:00, 2 Minuten, 10. Staffel gesamt, 2. Frauen-Staffel

Kai Tebbe 58:27, 2 Minuten, 35. Platz m gesamt, 5. Platz AK

Kerstin Tebbe 1:10:07, 3, 17. Platz gesamt w, 3. Platz AK